Achtsamkeit (mindfulness)

Die Dialektisch-Behaviorale Therapie gehört zu denjenigen modernen Psychotherapien, bei denen die u.a. im ZEN-Buddhismus entwickelte Schulung der "Achtsamkeit" eine grosse Rolle spielt.

Achtsamkeit ist die Fähigkeit, ein möglichst umfassendes, nicht-wertendes Bewusstsein von allem zu entwickeln, was man im gegenwärtigen Moment wahrnehmen kann.

Damit ist die Technik der Achtsamkeit besonders geeignet, starke und impulsive Gefühle sachte und liebevoll kontrollieren zu lernen und sie der eigenen Obhut zu unterstellen, statt sich von ihnen herumjagen zu lassen.

Das hat dazu geführt, dass man bei immer mehr modernen Erkrankungen - Stressfolgeerkrankungen, Borderline-Störungen, Depressionen usw. - auf das alte Heilmittel der Achtsamkeit zurückgreift. Achtsamkeit ist viel heilsamer als Medikamente, heilsamer als Wellness-Ferien - ausser wenn man dabei achtsam ist - oder als Frührente.

Ähnlich wie es von Vorteil ist, wenn ein Fahrlehrer selber fahren oder ein Sprachlehrer selber sprechen kann, sollte ein Therapeut, bevor er Achtsamkeit vermittelt, sie für sich selbst erlernt haben und in seinem Alltag anwenden.

Es gibt viele Bücher, mit denen man in das Thema der Achtsamkeit einsteigen kann. Ein besonders schönes ist vielleicht das nebenstehende "Geh an die Orte, die Du fürchtest"  von Pema Chödrön, weil hier zugleich die untrennbar mit der Achtsamkeit verbundene Akzeptanz vermittelt wird.

Für Fortgeschrittene (falls es denn im Bereich der Achtsamkeit so etwas gibt ...) empfiehlt sich das  neue Buch von Michael Huppertz - nicht einfach zu lesen (Michael ist Philosoph, Arzt und Soziologe), aber ohne faule Kompromisse!

... und abschliessend ein paar Links zur Achtsamkeit: